Concours d´Elégance

Ein Concours d´Elégance alias Concorso d´Eleganza ist eine Veranstaltung, bei der meist hochwertige historische Autos im Bestzustand in einem Wettbewerb um Originalität, Schönheit und Historie bewertet werden – entweder von einer Fachjury oder vom Publikum.

Die wichtigsten internationalen Wettbewerbe dieser Art bzw. diejenigen mit der längsten Tradition sind der Concorso d´Eleganza Villa d´Este am Comer See (Norditalien), der Pebble Beach Concours d´Elégance in Kalifornien und der Amelia Island Concours in Florida.

Der Concorso Villa d´Este fand erstmals bereits im Jahr 1929 statt, danach bis 1937 und nach dem Krieg 1947 und 1949. Gegenstand des Wettbewerbs waren damals aktuelle Touren- und Sportwagen. Nach einer Pause von fast 50 Jahren wurde der Concorso wieder aufgenommen, nun aber für klassische Autos der 1920er bis 1960er Jahre. Seit 1995 findet er jährlich in Cernobbio am Comer See statt.

Einen Concours d´Elégance für Rennsportwagen (Prototypen / GT) oder Grand Prix-Rennwagen gibt es als Veranstaltung meines Wissens nicht, trotzdem findet ein solcher Wettbewerb in den meisten Köpfen der Rennsport-Anhänger statt, mit einem Vergleich der Ästhetik von Sport- oder Rennwagen abseits ihrer Erfolge auf der Rennstrecke. Und für Leute, die eine Sammlung von Modellautos mit Schwerpunkt auf Rennsport-Themen in ihrer häuslichen Vitrine haben, wird die Optik der Vorbilder sicher einen ähnlichen Stellenwert einnehmen wie ihre Sporterfolge. Davon handelt dieser Bericht.

Bevor nun im Folgenden Ranglisten aufgestellt und Siegerpokale verteilt werden, sind zwei Einschränkungen zu nennen: Erstens war hier keine Jury oder ein Komitee oder gar ein umfassender Querschnitt von Rennsport-Begeisterten am Werk, die Bewertung ist lediglich Ergebnis der Einzelmeinung des Autors und somit in höchstem Maße subjektiv. Sie wird daher auch nicht weiter erläutert oder begründet, sie liefert aber vielleicht gerade deshalb eine Anregung für womöglich abweichende Überlegungen des lieben Lesers.

Zweitens erscheint ein Vergleich der Optik von Rennsportwagen (oder von Grand Prix-Rennwagen) aus verschiedenen Epochen wenig sinnvoll. Hier wurden daher bei den Sportwagen bzw. Prototypen und GTs fünf besonders attraktive Abschnitte aus der Nachkriegs-Renngeschichte ausgewählt und für jeden getrennt eine „Rangliste“ erstellt.

(1) Offene Sportwagen 1949-1961 /  (2) Frontmotor-GTs 1956-1965  /  (3) Mittelmotor-Prototypen 1962-1971  /  (4) Gruppe C 1981-1993  /  (5) LMP1/GT1 Coupés 1998-2011 („Pre-Hybrid“).

Da die Berichte zu Rennsportwagen der Langstreckenszene auf dieser Webseite immer mit den passenden Modellautos garniert werden, zeigt auch dieser Bericht die meisten der im Folgenden genannten „Schönheiten“ als Modelle im Maßstab 1/43.

Offene Frontmotor-Sportwagen 1949-1961

(Rang 1) Aston Martin DBR1/300 1958, Sportwagen-WM 1957-1959, Weltmeister 1959, Siege am Nürburgring 1957, 1958, 1959

(2) Jaguar D-Type „Longnose“ 1955, Sportwagen-WM 1955-1957, Sieger u.a. in Le Mans 1955 und 1957

(3) Maserati 300 S 1956, Sportwagen-WM 1955-1957, Sieger am Nürburgring 1956

(4) Ferrari 315S/335S 1957, Sportwagen-WM 1957, Sieger bei der Mille Miglia

Foto folgt demnächst.

(5) Ferrari 750 Monza 1954/55, Sportwagen-WM 1954/55, Sieger bei der Tourist Trophy 1954, Zweiter in Sebring 1955

(6) Ferrari 250 TR Scaglietti 1958, Sportwagen-WM 1957-1960, Siege 1958: Buenos Aires, Sebring, Targa Florio, Le Mans

 

Frontmotor-GTs 1956-1965

(Rang 1) Ferrari 250 GTO 1962/63, GT-Weltmeister 1962 und 1963

(2) Aston Martin P214 1963, Teilnehmer an der GT-Weltmeisterschaft 1963

(3) Ferrari 250 GT SWB 1960/61, Erfolgreichster GT 1960 und 1961

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(4) Aston Martin DB4GT (Touring), GT-Rennen 1960/61

(5) Ferrari 250 GT (Pinin Farina) 1956, GT-Rennen 1956

Foto folgt demnächst

(6) Jaguar E Lightweight (Low Drag) 1964, Le Mans 1964, Nr. 17

(7) Alfa Romeo Giulia TZ 1963/64, GT-Klasse bis 1,6 Liter

 

Mittelmotor-Prototypen 1962-1971

(Rang 1) Ferrari 330 P4 1967, Prototypen-Saison 1967, Siege in Daytona und Monza, Weltmeister 1967

(2) Ferrari 330 P3 1966, Prototypen-Saison 1966, Siege in Monza und Spa

(3) Ford GT 40 Gulf 1968/69, Sportwagen-WM 1968/69, Weltmeister 1968, Le Mans-Sieger 1968 und 1969

(4) Ford Mark II 1966, Le Mans 1966, Sieg und Platz 2, Prototypen-Weltmeister 1966

(5) Porsche 917 K Gulf 1970, WM-Saison 1970 und 1971, Sportwagen-Weltmeister 1970/71

(6) Ford F3L P68 1968, Nürburgting 1968

(7) Lola Aston Martin T73, Le Mans 1967

 

Gruppe C 1981-1993

(RANG 1) Nissan R90 CK, Le Mans 1990, Nr. 83 (Brabham–Robinson–Daly)

(2) Porsche 962C Shell Dunlop, Le Mans 1988 (Stuck–Bell–Ludwig), Platz 2

(3) Porsche 956 Rothmans 1982/83, Sprint-Version, Weltmeister 1982 und 1983

(4) Sauber Mercedes C9/1987 (Kouros), Le Mans 1987

(5) Rondeau M 382 Malardeau, Le Mans 1982

(6) Nimrod Aston Martin, Le Mans 1984

 

LMP1/GT1 1996-2011 Coupés (Pre Hybrid)

(RANG 1) Peugeot 908 FAP HDI, Team Oreca, Le Mans 2010

(2) Peugeot 908, Le Mans 2011, Platz 2

(3) Bentley ExpSpeed 8, Le Mans 2001

(4) Audi R18 TDI Le Mans 2011, Le Mans 2011, Sieger

(5) Lola Aston Martin B09/60 Gulf, Le Mans 2009

(6) Porsche 911 GT1/98, Le Mans 1998, Sieger

 

GRAND PRIX-RENNWAGEN/FORMEL 1

Und wenn man schon dabei ist, kann man auch mal die Bühne der Rennsportwagen verlassen und dasselbe Spiel auf die Grand Prix Szene bzw. die Formel 1 anwenden. Hier beschränkt sich die Auswahl besonders attraktiver Rennwagen im Folgenden auf drei Perioden, bei denen die Fahrzeuge meist noch ohne (oder fast ohne) Spoiler und anderes Aero-Gedöns oder ausufernde Reklame-Beklebung herumfuhren: Die 1930er Jahre, die 1950er Jahre und die 1960er Jahre bis 1970. Auch hier gilt natürlich: Die Auswahl ist rein subjektiv, sie wird daher nicht weiter erläutert oder begründet.

Grand Prix, 1930er Jahre

(RANG 1) Mercedes-Benz W154, Grand Prix-Saison 1938

(2) Mercedes-Benz W154, Grand Prix Saison 1939

(3) Maserati 8CTF 1939, Grand Prix 1939, Indianapolis 1939/1940

 

Formel 1, 1950er Jahre

(RANG 1) Maserati 250F, Moss, Grand Prix Saison 1956

(2) Alfa Romeo 158/159 Alfetta, Formel 1-Weltmeister 1950/1951

(3) Mercedes-Benz W196 Stromlinie, Grand Prix-Saison 1954 (Siege in Reims und Monza)

 

Formel 1, 1960er Jahre bis 1970

(RANG 1) Eagle Weslake 1967, Sieger Grand Prix Belgien (Spa, Gurney)

(2) Lotus Ford 49 1967, Sieger Grand Prix Niederlande (Clark)

(3) Ferrari 312B 1970, Sieger Grand Prix Österreich (Ickx)

(4) Lotus Ford 72 1970, Sieger Grand Prix Deutschland (Rindt)

 

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