Porsche 908-3 Le Mans 1973 von Spark

Startnummer 3, Cheneviere – Fernandez – Torredemer, 5. Platz.

Der für die Rennsaison 1970/1971 von Porsche entwickelte 908-3 wurde in den Folgejahren von Privatteams in der Sportwagen-Weltmeisterschaft eingesetzt. 1972 und 1973 war der schnellste Wagen die berühmte Nr.008 des Joest Racing Teams, über den an anderer Stelle bereits berichtet wurde (Bericht „Die lange Rennkarriere des Porsche 908„). Daneben wurde ein weiterer 908-3 von der spanischen Escuderia Montjuich bzw. vom Porsche Club Romard eingesetzt. Vor allem in den Farben rot-gelb, gesponsort von der Schweizer Schokolade Toblerone, war dieser 908 besonders attraktiv und im Jahr 1973 auch recht erfolgreich, er trug damit zum dritten Platz von Porsche (82 Punkte) in der Sportwagen-WM bei (hinter Matra, 124 Pkt., und Ferrari, 115 Pkt.). Bei den 1000 km auf dem Nürburgring 1973, dem ersten  Rennbesuch meines Lebens, kam der Toblerone-908 auf Platz 4 (Cheneviere–Haldi, Startnummer 3), und wenig später in Le Mans konnte Platz 5 eingefahren werden. Dasselbe Fahrzeug war übrigens auch schon 1972 in Le Mans am Start (Nr. 5, Ausfall), dieses Modell wird ebenfalls von Spark geliefert. Und 1974 lief dieser 908-3 erneut in Le Mans, dieses Mal unter dem Banner der Escuderia Tibidabo (Nr. 31, Ausfall).

Das Modell:

Der 908-3 Toblerone wurde bereits 1992 als Resine-Bausatz von Starter produziert. Spark hat nun ein Resincast-Modell des Le Mans-Fahrzeugs in gewohnt hoher Qualität im Angebot. Mit seiner vorzüglichen rot-gelben Lackierung ist es sicher eines der optisch attraktivsten 908-Modelle. Das Spark-Modell ist maßstabgetreu, gemessen am Radstand (53,6 mm = 2300 mm im Original), und Spark hat viele kleine Details beachtet, so dass das Modell nahezu Kleinserien-Qualität erreicht, jedenfalls deutlich über dem Niveau vergleichbarer Diecast-Modelle liegt.

So sind die Frontscheinwerfer, der Überrollbügel, die beiden unterschiedlichen Rückspiegel mit Halterung und die technischen Einzelheiten, die in der nach hinten offenen Heckpartie sichtbar sind (Rahmen, Getriebe, Aufhängung, Rückleuchten), sehr sauber und filigran nachgebildet. Hinter den Felgen sind die Bremsscheiben sichtbar, und die Startnummern-Beleuchtung wurde hier (im Gegensatz zum Starter-Modell) nicht vergessen. Auch das Cockpit wurde mit vielen Details nachgebildet. Allerdings ist die farbliche Gestaltung hier ebenso wie beim offenen Motorabteil überwiegend in schwarz gehalten – dies hätte man etwas stärker differenzieren können. Ich bin auch nicht sicher, ob die Sitze wirklich schwarz waren. Bei zwei weiteren Details setze ich ein Fragezeichen: Die Lüftungsschlitze auf der Frontpartie könnte man farblich andeuten (z.B. mit schwarzen Decal-Streifen), und zweitens vermute ich, dass die Reifen weiße Goodyear-Beschriftung hatten. Diese fehlt beim Spark-Modell. Einen Fotobeweis habe ich allerdings nicht gefunden, da auf Bildern vom fahrenden 908 keine Reifenbeschriftung erkennbar ist.

Insgesamt aber wieder ein tolles Modell von Spark. Es wäre schön, wenn man dort das Thema 908-3 weiter verfolgen würde (…ist mittlerweile geschehen, Stand 2017).

Quellen:

Siehe Rubrik „Über diese Seite“ → „Anmerkungen zu Minerva Endurance“

sowie:  Steve Archibald, Supercars in Profile No. 4, Porsche 908 – Porsches Supreme three Liter Champion, Sapphire, 1985  /  Jörg-Thomas Födisch, Jost Neßhöver, Dieter Roßbach und Harold Schwarz, Porsche 908 – Seriensieger, Spezialist und Dauerläufer, Heel Verlag, 2007.

 

 

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