Standpunkt des Herausgebers: Wünsche zum neuen Jahr 2014

Wünsche zur Endurance-Szene 2014  /  Wünsche an Spark  /  Wünsche an Modellhersteller: Neue Modelle (Stand Januar 2014)

Endurance-Szene 2014: Natürlich wünsche ich mir eine spannende Saison ohne schlimme oder gar tödliche Unfälle, Fortschritte in der passiven Sicherheit (Fahrzeuge, Streckensicherheit), aber auch in der aktiven Sicherheit, bei der es gilt, schwere Unfälle schon in ihrer Entstehung zu verhindern (siehe meine Ausführungen zur Sicherheit in Le Mans). Den Organisatoren der neuen US-Serie (USCC), insbesondere der Endurance-Rennen um Daytona, Sebring und Petit Le Mans, wünsche ich ein gutes Händchen, so dass wir in naher Zukunft wieder zwei hochkarätige Endurance-Serien verfolgen können, die möglichst vielen Teams sowohl die Teilnahme an der WEC als auch an den Endurance-Rennen in den USA ermöglichen.

Der WEC wünsche ich, dass es nicht wieder zu einer Unsinnsaktion wie in Fuji 2013 kommt:  Über den Verlauf und den Ausgang des WEC-Laufs in Fuji konnte nämlich niemand glücklich sein. Manchmal sind die Wetterverhältnisse nun einmal so extrem, dass ein Rennen einfach nicht möglich ist. Ich meine aber, für die 16 Runden komplett hinter dem Pacecar hätte man eigentlich überhaupt keine Punkte vergeben dürfen. In solch einem extremen Fall könnte man von der US-Rennszene lernen: Dort gibt es z.B. bei NASCAR- und INDYCAR-Rennen feste Regeln, die allen, auch den Zuschauern, bekannt sind. Folgt man diesen Regeln, hätte man den WM-Lauf am Sonntag  komplett gestrichen und am folgenden Tag neu gestartet, notfalls sogar erst am Dienstag. Das hat es z.B. in Indianapolis oder bei den Daytona 500 alles schon gegeben, und alle Beteiligten haben das dort akzeptiert. So wie es 2013 in Fuji ablief, kam es einem Betrug an den zahlenden Zuschauern nahe, und fast hätte es dadurch einen völlig unsinnigen Eingriff in die WEC-Punktwertung gegeben.

Wünsche an Spark: Grundsätzlich – weiter so! Ein paar kleinere Wünsche gibt es aber doch. So möge man z.B. bei Spark/True Scale die Rennsportwagen der 1950er Jahre endlich mit den korrekten Reifendimensionen ausstatten und nicht mit dicken Schlappen ausliefern, die man erst seit Mitte der 1960er Jahre kennt. Die Grand Prix-Rennwagen der Vorkriegszeit (Mercedes-Benz) könnten schönere Speichenräder vertragen, so wie es Minichamps bei seinen Auto Union Grand Prix-Rennwagen vormacht (oder Spark selbst bei den Mercedes-Benz W196 der 1950er Jahre). Und bei den aktuellen LMP- oder GT-Fahrzeugen darf Spark gern auch einmal Varianten ins Programm aufnehmen, die nicht in Le Mans gefahren sind – Beispiel: Oreca Peugeot 908, Sieger der 12 Stunden von Sebring 2011 oder Rebellion Lola, Sieger beim Petit Le Mans 2012 und 2013. Bei einigen Modellen würden dazu auch ein paar Zusatzdecals zum Umrüsten genügen.

Wünsche an Modellhersteller – Neue Modelle: Meine Wunschliste hat sich gegenüber dem Vorjahr leider kaum verändert. Daher hier noch einmal meine fast unveränderte Liste – vielleicht erbarmt sich ja der eine oder andere Hersteller:

1. Modelle, die bisher noch nie produziert wurden

(a) Borgward Hansa 1500 RS

(a1) Carrera Panamericana 1953, Startnr. 156, Adolf Brudes, Führung in der 1600ccm-Klasse während der letzten Etappe, am Ende disqualifiziert

(a2) 1000 km Nürburgring 1953, 3. Platz, Nr. 37, Bechem – Helfrich

(b) Glöckler Porsche 1500

1000 km Nürburgring 1953, 4. Platz, Trenkel – Schlüter

(c) WSC Porsche, Werks-Prototyp für Daytona 1995, geplanter Start bei den 24 Stunden von Daytona 1995 mit 2 Fahrzeugen, Mario Andretti – Wollek – Goodyear  /  Stuck – Geoff Brabham – Boutsen. Rückzug des Porsche-Werks nach den Testfahrten und einer Reglementänderung, 1996/1997 Sieger in Le Mans als „Joest WSC Porsche“

(d) Petermax Müller VW Spezial

Targa Florio 1950, Nr. 404, Müller – von Hanstein

(e) Mercedes-Benz W25C Grand Prix

GP Monaco 1936, Sieger Caracciola

(f) Mercedes-Benz 300 SL Prototyp

Geplanter Einsatz in der Sportwagen-WM 1953

2. Modelle, die vor vielen Jahren (als Bausatz oder Kleinserien-Fertigmodell) produziert wurden und heute nicht mehr lieferbar sind

Cougar Porsche C 20

Le Mans 1987, Nr. 13, Raphanel – Courage – Regout, 3. Platz (wurde von DAM/TeamT als Bausatz produziert, lange vergriffen)

Porsche 718/4 Spyder (718-047), Le Mans 1961

Le Mans 1961, Nr. 33, Gregory – Holbert, 5. Platz (wurde von Starter als Bausatz produziert, lange vergriffen)

Porsche 936 C Schuster

Le Mans 1986, Nr. 63, 6. Platz, Brunn – Schuster – Seher (wurde von Mini Racing als Bausatz produziert, eine Neuauflage als Resincast-Modell wäre schön)

Ferrari 212 Inter

Carrera Panamericana 1951, Sieger Taruffi – Chinetti (wurde von BBR-Styling als Fertigmodell produziert, lange vergriffen)

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